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4)
Ein Fazit
Die Probleme unserer Zeit werden in
erster Linie durch das automatische und exponentielle Anwachsen der
Geldvermögen erzeugt. Dieses Wachstum tendiert ins
"Unendliche" und deshalb zum wirtschaftlichen oder
politischen Crash, wie er sich in der Geschichte schon oft ereignet
hat. Die tiefere Ursache liegt in unserem Denken, indem wir
leistungslose Gewinne tolerieren und unser Geld zum Gott unseres Lebens
erheben. Eine Chance zur Veränderung ist erst dann gegeben, wenn der
Zins zum ethischen Anliegen der Gesellschaft und der Wirtschaft wird,
wenn Christen, die sich der Forderung nach "Gerechtigkeit, Frieden
und Bewahrung der Schöpfung" annehmen, nicht mehr zwischen
beruflichem Engagement und christlicher Verantwortung unterscheiden und
wenn unsere Politiker ihre wachstumsorientierte Ideologie in Frage
stellen.
Die
Erkenntnisse sind nicht neu. Schon 1890 formulierte der Sozialpolitiker
Friedrich Naumann: "Wir zweifeln nicht daran, dass eine Zeit
kommen wird, in der sich eine christliche Bewegung gegen den Zins
erhebt."
Henry
Ford I drückte dies deutlicher aus: "Der Krieg kann nicht
eher abgeschafft werden, als die ihn verursachenden Übel entfernt
sind, zu denen in erster Linie die falsche Geldwirtschaft samt ihren
Hohepriestern gehört."
In
unseren Tagen schreibt der Sozialökonom Hans
Christoph Binswanger: "99% der Menschen sehen das
Geldproblem nicht. Die Wissenschaft sieht es
nicht, die Ökonomie sieht es nicht, sie erklärt es sogar als 'nicht
existent'. Solange wir aber die Geldwirtschaft
nicht als Problem erkennen, ist keine wirkliche ökologische
Wende möglich."
Es
gilt, unsere Marktwirtschaft von den unsozialen Elementen des
Kapitalismus zu befreien. Die Alternative dazu ist nicht die gescheiterte sozialistische
Planwirtschaft oder gar der Kommunismus. Silvio Gesell und Rudolf
Steiner, aber auch der große Geldtheoretiker des letzten Jahrhunderts,
J.M.Keynes, haben einen Dritten Weg aufgezeigt. Helmut Creutz, Bernhard
Lietaer, Margrit Kennedy,
Bernd Senf, Dieter Suhr, Christian Gelleri und andere führen ihn heute
weiter. Es gilt, ihre Ideen ernst zu nehmen. Der nächste Crash
könnte der letzte sein.

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04.12.2006 |
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